Kategorie: Rhetorische Handbuchartikel von Th. Schirren
Hier stelle ich Handbuchartikel zur Verfügung, die schon andernorts publiziert sind.
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Rhetorische Systematik
Grundlagenartikel zur Rhetorik von Th. Schirren, in: Ulla Fix, A. Gardt: Handbuch zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 31.1 (De Gruyter: Berlin / New York 2008): Schirren: Theoriegeschichte der Rhetorik und Stilistik 1–26 Schirren: Redeabsicht und Wirkungsmodi (docere, delectare, movere) 598–602 Schirren: Funktionalgattungen der Rede (genera causarum) (Genera causarum) 602–610 Schirren: Redesachverhaltsfeststellung (Statuslehre) 610–620 Schirren: Die Produktionsstadien…
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Redeabsicht und Wirkungsmodi (docere, delectare, movere)
Die durch Cicero kanonisch gewordene Dreiteilung von Wirkungsformen des Redners hat eine klar nachzuzeichnende Vorgeschichte bei Platon und Aristoteles, die jedoch nicht alle Wirkungsmodi gleichermaßen gutheißen. Vom Blickwinkel einer philosophischen Rhetorik hat der Sachbeweis eine besondere Valenz, während die Affekterregung problematisch erscheint. Rhetoriktheoretisch sind andere Faktoren ausschlaggebend. Denn wenn auch die Persuasion ein Grundanliegen der…
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Topik im Rahmen der klassischen Rhetorik
Eine der wichtigsten Systematisierungsleistungen innerhalb der Rhetorik besteht in einer regelgeleiteten Findungs- und Beweislehre; die von Aristoteles eingeführte systematische Topik stellt ein Instrumentarium bereit, um dem Orator Argumentationsmuster an die Hand zu geben. Diese können mehr oder weniger konkrete Inhalte mitliefern, entscheidend für diese dialektisch beeinflusste Topik ist jedenfalls, dass die Topoi Begründungsstrukturen enthalten oder…
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Redesachverhaltsfeststellung (Statuslehre)
Zu den entscheidenden Schritten der inventio (Auffindung der Sachthemen) gehört eine strategische Überlegung, was der Redner zu vertreten hat. Diese Überlegung ist insofern strategisch, als aus der Vielzahl möglicher Sachverhalte nur derjenige zum Thema gemacht werden sollte, der in der vom Redner zu vertretenden causa auch sinnvoll kontrovers diskutiert werden kann. Auch für die Statuslehre…
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Tropen im Rahmen der klassischen Rhetorik
Der Tropos ist eine Figuration, in der anstelle eines gebräuchlichen Ausdruckes ein ungebräuchlicher oder übertragender Ausdruck verwendet wird. Die wichtigsten Bestimmungen des Tropos trifft Aristoteles in seiner Behandlung der Metapher. Die maßgebliche Auflistung der Tropen stammt wohl aus der stoischen Sprachtheorie. Die Tropographen verfassen Listen von Tropen und diese finden Eingang in die rhetorischen Kunstlehre.…
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Rhetorik des Körpers (Actio)
Die Antike Rhetorik sieht den Orator nicht nur als sprachlichen Textproduzenten, sondern zu dessen Kompetenzen gehört auch auch das körpersprachliches Agieren (sermo corporis). Der Begriff der actio wie auch der ὑπόκρισις/hypokrisis bezeichnen ursprünglich die Tätigkeit des Schauspielers als Handelnden bzw. als Antwortenden. Trotz der Herkunft von und auch der sachlichen Nähe zur Schauspielkunst haben…
