Rheton ῥητόν

Kategorie: Beiträge

In diesem Bereich finden Sie Beiträge nach ihrem Erscheinungsdatum sortiert, welche sich mit allgemeinen und speziellen Fragen zur Rhetorik im praktischen und theoretischen Rahmen auseinandersetzen.

  • Lichtbild oder Kreide: Performanz des Denkens im wissenschaftlichen Vortrag

    Nadia J. Koch Lichtbild oder Kreide: Performanz des Denkens im wissenschaftlichen Vortrag   Vorgetragen am 2. Juni 2017 bei den Salzburg-Tübinger Rhetorikgesprächen an der Universität Tübingen, die dem Thema ›Reden schreiben, Reden halten‹ gewidmet waren. Innerhalb der Sektion ›Rede in der Wissenschaft‹ möchte ich mich 1. Das Wissen als Wirtschaftswert In seiner Werkserie ›Wirtschaftswerte‹ aus…

  • „Lehrerinnen Sprechen und wirken“

    Gabriele Danninger Wie LehrerInnen sprechen und wirken − Systemische Rhetorik als Inszenierung von Unterricht   LehrerInnen gestalten wirkungsvolle Kommunikationsschauplätze im Unterricht um effektive Lehr- und Lernprozesse anzuregen. Die rhetorische Praxis wird gezielt angelegt und in Erklärung, Erarbeitung und Anleitung umgesetzt. Mit rhetorischen Mitteln wird das Klassenzimmer zur Bühne und in der Inszenierung der eigenen Person…

  • Der rhetorische Körper

    Nicole Haitzinger Der rhetorische Körper: Zur Inszenierung von tragischen Figuren in den szenischen Künsten im frühen 18. Jahrhundert*   In der Modellierung von tragischen Figuren im 18. Jahrhundert manifestiert sich die Trias Maschi­nenglaube, Antikensehnsucht und Seelenformung unmittelbar körperlich. Im Theater und im Tanz wird die Kunstfigur Mensch in dreifacher Weise perspektiviert und konstruiert: als Maschine,…

  • Gedanken zur Performance SaTüR 2016

    Anne Pretzsch Gedanken zur Performance SaTüR 2016   »Auch wenn er mit Autorität sagt, was ist, auch wenn er sich also damit begnügt, das Sein auszusprechen, bewirkt der auctor eine Veränderung im Sein: Dadurch, dass er die Dinge mit Autorität ausspricht, öffentlich und offiziell, entreißt er sie der Willkür, schreibt sie fest, heiligt, bestätigt sie,…

  • Inwendig – Auswendig: Aspekte der schauspielerischen Geste

    Lisa Stumpfögger Inwendig – Auswendig Aspekte der schauspielerischen Geste   Zusammenfassung Auf der Bühne des Theaters ist die Geste das ›connecting link‹ zwischen der äußeren, sichtbaren Bühnenhandlung und der komplexen  inneren Handlung. Richard Wagner bezeichnet die »dramatische Aktion« der Sänger als eine »idealische Form des Tanzes«.[1] Dieses Diktum gilt für jede Schauspielkunst, denn die Sprache…

  • Der maieutische Dialog als rhetorische Inszenierung

    Walther Kindt Der maieutische Dialog als rhetorische Inszenierung. Eine Analyse im Rahmen der Linguistischen Rhetorik   1. Zielsetzung und Kontext Im vorliegenden Beitrag werden Ergebnisse der linguistischen und logischen Untersuchungs eines rhetorisch sehr interessanten maieutischen Teildialogs aus Platons fiktivem Gespräch  ›Menon‹ [1] (im Weiteren zitiert als ME) dargestellt. Auf diesen Teildialog (ME 39ff.) stieß ich, als…

  • Inszenierung als theoretisches Problem

    Joachim Knape ›Inszenierung‹ als rhetoriktheoretisches Problem   Im folgenden Beitrag geht es um die Frage, inwieweit der Begriff ›Inszenierung‹ einen Platz im Theoriegebäude der Rhetorik einnehmen kann. Um diese Frage zu klären und auch die Frage nach dem systematischen Status eines theoretisch in der Rhetoriktheorie zu integrierenden Fachbegriffs ›Inszenierung‹, gehe ich im Folgenden in drei…

  • Rhetorik im Widerstand

    Tomma Galonska Rhetorik im Widerstand – Oder: Freimütiges Nachdenken über das Inszenieren von Sprache in Kriegsstücken   Was Sie hier lesen, ist die Verschriftlichung einer Lecture Performance, die bei den Salzburg-Tübinger Rhetorikgesprächen 2016 gezeigt wurde. Hinterfragt wird die Darstellung von Gewalt im Theater. In der Live-Situation wurden dazu drei Experimente durchgeführt. Diese Anwendungsbeispiele sind hier…

  • Von der Absenz des genus deliberativum im Parlament

     Karlheinz Töchterle Von der Absenz des genus deliberativum im Parlament   In der Theorie gilt von der Antike bis heute die politische Rede, speziell innerhalb nicht autoritärer Verfassungen, als der genuine Ort argumentativer Auseinandersetzung. Für die Antike mag vorerst der schlichte etymologische Beleg genügen, dass die Lateiner das griechische génos politikón (γένος πολιτικόν) mit genus…

  • Wissenschaft als soziales Phänomen

      Julia Siebert Wissenschaft als soziales Phänomen – eine rhetorische Analyse   Abstract Die traditionelle Auffassung einer rein rationalen Wissenschaft offenbart immer wieder große Defizite und gerät schnell in Erklärungsnot, wenn zum Beispiel ein Nobelpreis für etwas vergeben wird, das über Jahre hinweg als irrationaler Unsinn abgetan wurde. Quasikristalle? Es gibt sie also doch. Ereignisse…

  • Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen

    Wilfried Stroh Die Rhetorik des Dr. Faust und ihre antiken Vorbilder   Das berühmteste deutsche Drama, die Tragödie des Hochschullehrers Faust, enthält fast gleich zu Beginn im Gespräch des Titelhelden mit seinem Assistenten Wagner einen Disput über Rhetorik, der zum Eindrucksvollsten gehört, was je über diese umstrittene Disziplin gesagt worden ist. Ein Kernsatz davon lautet:…

  • Sprechen Sie limbisch?

    Vortrag – Rhetorikgespräche 2011 Ruth Gutmann-Jungwirth Sprechen Sie limbisch? In meinem Beruf als Kommunikationstrainerin ist es natürlich von besonderer Wichtigkeit möglichst immer am neuesten Stand der Dinge/ State of the Art zu sein – zu Recht erwarten dies auch  meine Seminarteilnehmer. Kommunikationstrainings sind ein interdisziplinäres Thema und  ich bin dabei u. a. angewiesen auf die…

  • Captatio benevolentiae – Berühren mit dem Wort

    Baldur Kirchner Captatio benevolentiae – Berühren mit dem Wort SATÜR 2011, Eröffnungsvortrag am 29.04.2011 in Salzburg Vorbemerkung In den Einzelgesprächen, die wir vor Seminarbeginn mit jedem Teilnehmer führen, werden vielerlei Anliegen erkennbar. Für den einen bedeutet der Seminarbesuch, grundsätzlich einen inneren Abgleich zwischen Selbstbild und Fremdbild zu erleben. Einem anderen Teilnehmer erscheint die Erfahrung des…

  • Stilbruch – rhetorisch

    Thomas Zinsmaier Stilbruch – rhetorisch I. Ein erfolgreiches ästhetisches Prinzip Seit den Unabhängigkeitserklärungen von Literatur und Kunst hat der Stilbruch aufgehört, grundsätzlich als ein Verstoß oder Fehler zu gelten. Für die Gattungen, die von der Komik leben, wie Satire und Parodie, ist das Spiel mit stilistischen Kontrasten ohnehin seit jeher konstitutiv. Konnten die Künstler und…

  • Humor in der Rhetorik

    Alexander Baur, Nikola Wiegeler Humor in der Rhetorik I. Witze sind nicht einfach. Neben erkenntnisreich auch witzig in der Wissenschaft über den Witz zu schreiben, ist ebenfalls nicht einfach. Das sah auch schon Cicero so, der Caesar seine Überlegungen zum Lachen und zur Bedeutung des Lachens in der und für die Rhetorik mit folgenden Worten…

  • Die moderne Disputation als Persönlichkeitsbildung

    Abstract: Die Disputation als Übungsformat taucht erstmals in der aristotelischen Topik auf. Dort führt Aristoteles neben der ‚Übung‘ auch ‚die Begegnung mit der Masse‘ als Zweck der Disputation an. In jüngster Zeit wurde die Disputation im akademischen Rahmen als rhetorische Trainingsform wiederbelebt und modernen Anforderungen an ein Übungsformat angepasst. In diesem Vortrag werde ich den…

  • Dialog – Die Rolle des Managements in einer offenen Gesellschaft

    Abstract: Der Erfolg von Veränderungsprozessen aber auch die ständige Weiterentwicklung der Unternehmensziele hängt maßgeblich von einer funktionierenden internen Kommunikation ab. Die Stadtsparkasse München hat einige Stellhebel entwickelt, um den innerbetrieblichen Informationsfluss zu gewährleisten.

  • Kriterien und Aspekte der Rhetorik

    Abstract: Sollen Rhetorik-Seminare für die Teilnehmer nicht nur Sammelsurien zusammenhangloser Tipps und Verhaltensrezepte darstellen, sondern wirklich der Persönlichkeitsbildung dienen, braucht man wissenschaftliche Theorie im Hintergrund und daraus abgeleitete praktikable Synopse-Modelle. Ein elementares und zugleich umfassendes Kriterien-Modell für rhetorische Persönlichkeitsbildung ist die Redepyramide nach Pabst-Weinschenk, die in diesem Vortrag vorgestellt wird.

  • Die Bedeutung der Stimme für die Rhetorik

    Abstract: Rhetorischer Erfolg misst sich nicht nur an den vorgetragenen Argumenten oder ihrer sprachlichen Formulierung, sondern auch an der Art und Weise wie ein Redner durch sein einmaliges individuelles „Timbre“ wirkt. Die Stimme ist eine organische Funktion, die tiefer als die Sprache, da diese kulturell erworben ist, mit der Gesamtpersönlichkeit des Menschen verbunden ist. Die…

  • Rhetorik und Theologie

    Abstract: Rhetorik und Theologie: Die innere Einstellung des Redenden – Wege zu einem Dialog mit Weisheit und Herz

  • Der Stellenwert innerbetriebl. Kommunikation aus Sicht der Unternehmensleitung

    Abstract: Ausgehend von der Unternehmensstrategie sind die Ziele an jeden Mitarbeiter zu kommunizieren. Es werden im Unternehmen mehrere Kanäle der Kommunikation genutzt. In Zeiten von E-Mails, Blogs, Unternehmens-Wikipedias etc. ist und bleibt die persönliche Kommunikation das wichtigste Mittel der Kommunikation. Dabei sind einige Prämissen zu beachten, beispielsweise: Je nach Zielgruppe im Unternehmen muss eine entsprechende…

  • Persönlichkeitsstärkung und Rhetoriktraining

    Abstract: „Man wächst mit der Aufgabe“ heißt es oft. Auch die Auseinandersetzung mit und das Training von Rhetorik ist auch ein Anspruch an die persönlichen Ressourcen. Ein Rhetorikseminar wird deshalb besucht, um sich in der Rhetorik und der Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Welche Möglichkeiten ein Rhetoriktrainer dafür hat, soll der Schwerpunkt dieses Beitrages sein. Es werden Werkzeuge…

  • Das Einstellungsinterview – Häufig praktiziert – auch immer professionell?!

    Abstract: Der Erfolg von Unternehmen hängt von seinen Mitarbeiter(n)/-innen ab. Die besten Konzepte führen nicht zum Ziel, wenn für deren Umsetzung die „richtige Persönlichkeit“ fehlt. Entscheidend bei der Rekrutierung von qualifiziertem und motiviertem Personal ist immer noch das Interview. In Auswahlgesprächen wird täglich mit Mio. von Euro an Wertschöpfungspotenzial jongliert, obwohl ein Einstellungsfehltritt in immenser…

  • Persönlichkeit und Rhetorik – systemisch betrachtet

    Abstract: In der Systemischen Rhetorik werden Erkenntnisse der systemischen Psychologie mit der klassischen Kunst der Rhetorik verbunden. So gilt es als vordergründigstes Ziel, herauszufinden, wie die eigene Person im interaktiven Raum erlebt wird und welche rhetorischen Mittel der Persönlichkeit entsprechen. Spezielle Ressourcen, sowie geschlechtsspezifisches rhetorisches Handeln finden dabei Berücksichtigung. Als Leitidee dieses Beitrages soll die…

  • Rhetorik – Schlüsselqualifikation für den Berufseinstieg

     Abstract: Das neu gegründete Career Center der Universität unterstützt Studierende und AbsolventInnen im Übergang vom Studium in den Beruf und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu deren Berufsfähigkeit. Enge Kontakte mit den AkteurInnen am regionalen und überregionalen Arbeitsmarkt sind dazu wesentlich. Die Vernetzung bestehenden Ressourcen innerhalb und außerhalb der Universität garantiert mittelfristig ein integriertes Dienstleistungsangebot.…

  • Schule braucht Rhetorik

    Abstract: Rhetorik ist für die Schule auf zwei Ebenen bedeutsam: als Fähigkeit der Unterrichtenden, wirkungsvoll zu kommunizieren, und als Lerngegenstand, der Schülerinnen und Schüler fähig macht, ihrerseits wirkungsvoll zu kommunizieren.   Das Kerngeschäft der Schule, der Unterricht, besteht in der absichtsvoll inszenierten Kommunikation von Lehrenden und Lernenden. Die Rhetorik setzt da an, wo die beiden…

  • Strukturen der Propaganda aus kommunikationstheoretischer Sicht

    Abstract: Die postulierte Omnipräsenz von „Propaganda“ macht es – auch im Hinblick auf die eigene „aktive“ Rezipientenfunktion – zunehmend unumgänglich sich der grundlegenden Strukturen zu vergewissern. Diese Darstellung widmet sich der Verortung von Propaganda im „alltäglichen“ Kommunikationsprozess zwischen Information und Persuasion. Zur Sprache kommen dabei zwei der wichtigsten Kommunikationsmodelle, mögliche Vorgangsweisen und die dazu eingesetzten…

  • Was ist Propaganda?

    Abstract: Dieser Artikel soll einen ersten Einblick in das Begriffsfeld von Propaganda geben. Neben einer einführenden Begriffsgeschichte versucht der Autor eine Definition zu finden, welche der Vieldeutigkeit des Terminus gerecht wird. Zudem werden die unterschiedlichen Arten des Verständnisses von Propaganda und die verschiedenen wissenschaftlichen Paradigma, welche für eine Sinnzuschreibung essentiell sind, erörtert.

  • Kommunikative Kompetenzen

    Abstract: Fazit dieses Plädoyers für eine Rhetorik des medialen Raumes ist, dass freilich nicht einfach die antike Rhetorik gelehrt werden kann, um bereits für Online-Kommunikation gewappnet zu sein. Wird sie aber, orientiert an ihrem Aufbauschema, erweitert auf den medialen Raum, so kann eine heutige Schulung in Beredsamkeit dazu beitragen, mediale Räume im Sinne eines Humanum…

  • Ideal und Wirklichkeit

    Abstract: Der Autor stellt die Frage, warum eine so große Lücke klafft zwischen dem rhetorischen Ideal des guten Vortrags und der grauen Realität der alltäglichen, suboptimalen Durchschnittspräsentation. Dieser Beitrag zeigt Ursachen, aber auch mögliche Auswege. Als Erklärungsgrundlage dienen Erkenntnisse aus der Kommunikationspsychologie und der Rhetorik, vor allem aber Erfahrungen des Autors aus zahlreichen Konferenzen, Symposien…

  • Zu viele Mauern, zu wenig Brücken. Rhetorik in Theorie und Praxis

    Abstract: Der gesellschaftliche Bedarf an Rhetorik ist da und er ist unbestritten. Jetzt ist es an den Universitäten, zu erkennen, dass es gerade deshalb einen Bedarf an Rhetorik als Studienfach, als Lehr- und Forschungsgegenstand gibt. Mit einer Forschung, die sich aus der Praxis speist und für die Praxis ausbildet. Rhetorik an der Universität könnte also…

  • Kommunikation und Präsentation am BG Gmunden

    Abstract: Der Bedarf an Kommunikations- und Präsentationstraining an unseren Gymnasien ist enorm, durch die Stundenkürzungen aber schwierig in Stundentafeln unterzubringen. Der Beitrag berichtet über die Erfahrungen mit dem schulautonom eingeführten Pflichtgegenstand Kommunikation und Präsentation am BG Gmunden.

  • Debatte als Übungsform im professionellen Rhetoriktraining

    Abstract: Dass die Debatte als Königin der rhetorischen Übungsformen erfolgreich eingesetzt werden kann, zeigt sich sehr deutlich im erfolgreichen Einsatz in Schule und Hochschule. Dabei kann der interessierte Debattant wirkungsvoll und zielgerichtet zum besseren Redner ausgebildet werden. Es stellt sich die Frage, ob dieses erfolgreiche Trainingsmodell auch im professionellen Rhetorik-/ Redetraining mit Erwachsenen seinen Einsatz…

  • Critical Thinking ? Argumentationsunterricht am Beispiel der USA

    Abstract: Critical Thinking ist eine pädagogische Bewegung, die seit ca. 100 Jahren besteht und auf den Philosophen und Pädagogen John Dewey zurückgeht. Lange Zeit führte Critical Thinking, kurz CT, nur ein Schattendasein, doch seit Beginn der 1980er erlebt es einen wahren Siegeszug. Zahlreiche bildungspolitische Organisationen, Pädagogen und Politiker forderten die Schulung von critical thinking skills.

  • Sprache und Politik

    Abstract: Die Sprache im Allgemeinen und die Rede im Besonderen sind das wichtigste Instrument der Politik. Wer Führungskompetenz in der Politik beansprucht, muss Sprachkompetenz nachweisen. Wer den politischen Wettbewerb gewinnen will, muss die Hoheit über die Sprache erlangen. Warum? Dieser Text befasst sich genau mit dieser Frage.

  • Rhetorik im 21. Jahrhundert. Probleme, Positionen und Perspektiven.

    Abstract: Der Beitrag behandelt die alte interne Spannung der Rhetorik, einerseits persuasive Effizienz zu versprechen, andererseits Ansprüchen rationaler Überzeugung genügen zu wollen und zeigt, wie diese Spannung im Laufe des 21. Jhdts zu einer überzeugenden Synthese sowohl rational anspruchsvoller als auch effizienter, d.h. wirkungsvoller Rhetorik zusammengeführt werden kann.

  • Und ein reger Geist lernt an diesem Sachverhalt… wann er mit der Lektüre aufhört!

    Abstract: Die Bücher werden anscheinend immer mehr – aber nicht besser. Lesen kostet Zeit und Mühe; aber viele Bücher sind deren nicht wert. Muss man solche Werke bis zu Ende lesen? Wann und mit welcher Begründung darf man mit der Lektüre aufhören?

  • Insigno Vinis. Namens-Cuvees oder Namens-Verschnitt?

    Abstract: Gute Weine brauchen attraktive Namen. Österreichische Weinproduzenten greifen bei deren „Eigencreation“ verstärkt auf „tote Sprachen“ wie Latein und Griechisch zurück – nicht immer ganz glücklich. Mehr rhetorische Gestaltung könnte u.U. zu einem noch lebendigeren Absatz führen.

  • Das epideiktische Prinzip oder: Das Gesetz der Sonntagsrede gilt auch im Alltag

    Abstract: „Im heutigen Berufsleben spielt die Festrede nur eine geringe Rolle“, meinte Günther Kreuzbauer in seinem Artkel in RhetOn 02/2004. Der vorliegende Beitrag behauptet das Gegenteil. Heike Mayer führt Argumente und Gründe an, warum sowohl eine theoretische Auseinandersetzung mit der Epideiktik wie auch die Einübung in die Praxis der Festrede in modernen Rhetorik-Kursen sinnvoll und…

  • Sic et Non – Zynismus oder eine didaktisch verwertbare Methode?

    Abstract: Ausgehend von einem der wichtigsten Werke europäischer Geistesgeschichte, Petrus Abaelards „Sic et non“, behandelt der Beitrag folgende Themen: Abaelards Prinzip und seine antiken Wurzeln die Methode der „dissoì Lógoi“, der gegensätzlichen Aussagen die Anwendbarkeit dieses Prinzips im heutigen Rhetorik-Unterricht, also der Lehre vom Verfertigen von Texten sowie die Darstellung an einem praktischen Beispiel aus…

  • Interne Kommunikation bei Veränderungsprozessen in Unternehmungen

    Abstract: Das Umfeld der Unternehmungen sowie ihre Produktpalette werden immer komplexer und diversifizierter. Dass dies mehr Komplexität in den Unternehmungen selber – auf der Ebenen der Arbeitsstrukturen, -prozesse und -systeme – nach sich zieht, liegt auf der Hand. Im Zeitalter der Globalisierung und unberechenbarer Märkte scheint nur eines konstant zu sein: der Wandel. Im Beitrag…

  • RHETORIK UND DEMUT. Ein Grundsatzpapier zum Rednerethos

    Abstract: Sowohl in der antiken als auch in der religiösen Rhetorik werden an die moralische Integrität des Redners in und außerhalb der Rede sowie an seine Reflexionsfähigkeit hohe Anforderungen gestellt. Die von Reich-Ranicki als ”edler Wunschtraum” bezeichnete Verbindung von Rhetorik und Moral wird in der Person des Redners Realität, wenn seine Absicht nicht die Suche…

  • Die eristische Enzyklopädie

    Abstract: Um Desinformation, Propaganda, Lügen in Politik und Wirtschaft zu erkennen, zu analysieren, zu begegnen, braucht eine kritische Öffentlichkeit entsprechende Hilfsmittel. Die „Eristische Enzyklopädie“, ein Produkt der „Salzburger Rhetorik“, wird als eine Art Internet-Lexikon die häufig vorkommenden Mittel im Krieg der Worte auflisten. Das neue Projekt, mit ca. 150 Artikeln ab September im Netz, wird…

  • Geschichte und Öffentlichkeit

    Abstract: Der Text untersucht das häufig schwierige Unterfangen der Geschichtswissenschaft, ihre Ergebnisse an die Frau und an den Mann zu bringen. Obwohl die Expertenmeinung der Historikerinnen und Historiker durchaus gefragt scheint, gelingt es den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen häufig nicht, ihre Deutungskompetenz auch für gegenwärtige Probleme adäquat zu präsentieren. Wie die Geschichtswissenschaft ihren Stellenwert in der…

  • Universitäres Rhetorik-Training: Grundsätze, Ziele und Methoden

    Abstract: Rhetorik ist eine Kompetenz, die in der universitären Ausbildung eine immer größere Rolle spielt. Im Beitrag wird das einsemestrige praktische Anfängertraining in öffentlicher Rede (Public-Speaking-Kurs) vorgestellt, das im Rahmen des Rhetorik-Ausbildungsprogramms der Universität Salzburg durchgeführt wird. Durch diesen Kurs sollen die Stu-dierenden dazu befähigt werden, eine öffentliche Informations- oder Überzeugungsrede im einfachen Stil genus…

  • Willkommen im freien Markt!

    Abstract: Damit politische Kommunikation erfolgreich ist, müssen Form und Inhalt übereinstimmen. Das erklärt den Stellenwert von Meinungsforschern, Werbetextern, PR-Fachleuten und TV-Coachs in der modernen politischen Auseinandersetzung. Dass auch die klassische Rhetorik hier von Bedeutung ist, das unterstreicht Martin Apeltauer in diesem Text. Als Landesgeschäftsführer der Salzburger SPÖ trug er entscheidend zum Wahlerfolg seiner Partei bei…

  • Marcus Fabius Quintilianus und die Praxis der politischen Rhetorik heute

    Abstract: Ist Politikverdrossenheit oder Politikerverdrossenheit nicht auf den Mangel eines klassischen, gleichsam quintilianischen Rhetorikverständnisses zurückzuführen? Können wir nicht gerade damit einen Bogen von Rhetorik zu Pädagogik und Ausbildung in Schule und Hochschule schlagen? Braucht es nicht des mündigen Bürgers – und verhilft Rhetorik nicht gerade auch dazu?

  • Topik des Antisemitismus am Beispiel der Neuhofer Rede Martin Hohmanns

    Abstract: In antisemitischen Texten nach 1945 fehlen die klassischen Stereotypen oder Parolen meist. In Argumentationsmustern, die über einzelne Topoi hinausgehen, spielt Antisemitismus jedoch auch in der heutigen politischen Auseinandersetzung noch eine große Rolle. Am Beispiel der Aufsehen erregenden Rede des CDU-Abgeordneten Martin Hohmann zeigt Andrea Geier, wie mit neuen Methoden das alte Vorurteil des Antisemitismus…

  • Rhetorik im Beschwerdemanagement

    Abstract: Rhetorik im Beschwerdemanagement. Ja, aber wieso? Gibt es nicht andere Themen, die aus rhetorischer Sicht dankbarer sind? Ist Beschwerdemanagement wirklich ein Spielfeld für einen Rhetoriker. Ja, und ob!

  • Rhetorik in der Chefetage

    Abstract: Mit dem Hauptaugenmerk auf die Rede als wichtigstes sprachliches Führungsinstrument werden Chancen und Realitäten strategischer Kommunikation in den Chefetagen der Wirtschaft untersucht. Deren Zustand ist recht bedenklich. Die üblichen Laienschreiber oder Rederatgeber erbringen nur die sattsam bekannten, demotivierenden Reden. Darum sollte ein ausgebildeter Redenschreiber zugleich der Redelehrer und Regisseur seines Redners sein und auch…

  • Die paraverbale Komponente in der Praxis des Rhetoriktranings

    Abstract: Dieser Beitrag ist der paraverbalen Komponente des Sprechens gewidmet, wozu alle nicht-inhaltlichen, hörbaren Bestandteile zählen (Sprachmelodie, Lautstärke usw.). Ausgehend von den physikalischen Grundlagen werden zuerst der Vorgang des Sprechens und die dabei beteiligten Grunddimensionen beschrieben. Im Anschluss daran geht es um so genannte paraverbale rhetorische Profile, die der Verbesserung des Trainings und der Analyse…

  • Der politische Redestil in Deutschland

    Abstract: Dariush Barsfeld untersucht die Reden des deutschen Bundestagswahlkampfes 2003. Das Ergebnis – Mängel bei allen Politikern – mutet wenig befriedigend an: für die Wahlredner und den Zustand der öffentlichen Beredsamkeit. Am Beispiel einer Schröder-Reform-Rede analysiert er deren Schwachpunkte, zeigt, wie der deutsche Kanzler besser hätte formulieren können, um wirklich zu bewegen und eine Reform…

  • Geschichte, Hörfunk und Öffentlichkeit

    Abstract: Der Beitrag widmet sich der Frage, wie Geschichte im Hörfunk vermittelt wird bzw. vermittelt werden kann. Einleitenden theoretischen Überlegungen zum Verhältnis Hörfunk-Wissenschaft-Öffentlichkeit folgt eine Analyse von drei Hörfunksendungen, in denen wissenschaftliche Erkenntnisse popularisiert werden.

  • Päpste im Herbste – Zur Kritik der kulinarischen Kritik

    Abstract: Lothar Kolmer stellt nach einer rhetorischen Textanalyse von Restaurantkritiken in den Journalen und Zeitschriften des Herbstes 2003 die Frage, ob manche Autoren angesichts ihres literarischen Zungengebrauchs überhaupt Geschmacksempfinden besitzen. Es geht zudem um Beurteilungskriterien und Textgestaltung bei dieser Gattung.

  • Reden ist Führung

    Abstract: Thilo von Trotha weist darauf hin, dass die Potentiale der Rede weit unterschätzt und oft zu wenig genutzt werden. Ein gut gegliederter, sprachlich ausformulierter und ansprechender Vortrag bildet ein Führungsinstrument; dessen können und sollten sich alle Redner, vor allem aus Wirtschaft und Politik, im öffentlichen Interesse bedienen.

  • Wahlkampfreden

    Abstract: Wahlkampfreden sind eine besondere Art der politischen Rede, weil sie politische Inhalte bewerben und vor allem in der heißen Wahlkampfphase schwarz-weiß zeichnen. Sie polarisieren, personalisieren, vereinfachen, emotionalisieren, dramatisieren und erheißen Zukunft. Der Autor, als Mitglied des Sächsischen Landtages selbst Politiker, unterscheidet zudem zwischen einem Herausforderer-Stil und dem Amtsinhaber-Stil.

  • Bullshit-Bingo in der Chefetage. Modeworte und der Verlust von Glaubwürdigkeit

    Abstract:In der Wortwahl des „Bullshit-Bingo“ vereinen sich gleich mehrere Merkmale, die der Glaubwürdigkeit von Managern abträglich sind: Die Begriffe klingen erstens inhaltsleer, überstrapaziert und nur mäßig kompetent; sie schaffen zweitens durch ihre Beliebigkeit eine Oberflächlichkeit und Distanz; sie zeigen drittens eine seltsame Diskrepanz auf zum eigentlichen Gegenstand. Und sie rücken viertens den sprechenden Manager assoziativ…

  • Unterschiede in der Rhetorik von Unternehmern und Politikern

    Abstract: Die Rhetorik von Managern und Politikern ist dabei, sich immer weiter anzunähern. Das liegt an den Erwartungen der Medien, an den Rezeptionsgewohnheiten und der Erkenntnis, dass ein Mindestmaß an Training unnötigen Stress im Umgang mit der Öffentlichkeit verhindert. Der Autor ist davon überzeugt, dass die Rhetorik als Gesamtkunstwerk des Auftritts vor Publikum immer bedeutsamer…